Aktuelles
Seite 1 | Seite 2 | Seite 3

Rekultivierung und Renaturierung in den Tagebauen Ringen und Lantershofen
Thomas Schaaf / 29. September 2013

Beinahe 100 Jahre lang haben wir in der 1904 eröffneten Grube Lantershofen den Rohstoff Ton abgebaut. Mehrere hundert Familien haben hier ihren Lebensunterhalt verdient. Schon früh in den 70er Jahren haben wir mit ersten Renaturierungsmaßnahmen wie Anpflanzungen, Aufforstung und der Anlage von natürlichen Sukzessionsflächen begonnen. Wenig später haben wir einen großen Naturteich angelegt und aus ehemaligen Wasserabsetzbecken zur Klärung von Tonwasser großzügige natürliche Wasserflächen für den Erhalt  und die Weiterentwicklung der natürlichen Gegebenheiten entwickelt.


Im Naturschutzgebiet "Am Lantershofener Galgen" (nichtöffentlich, bergrechtliches Betretungsverbot).
In den 80er Jahren führten unsere Rekultivierungs- und Renaturierungsbemühungen zur Ausweisung eines (nichtöffentlichen) Naturschutzgebietes von ca. 13 Hektar. Zusammen mit den Aufforstungs - und Sukzessionsflächen haben wir so bereits mehr als die Hälfte der für den Tonabbau in Anspruch genommenen landwirtschaftlichen Flächen für Zwecke des Naturschutzes und einer ökologisch hochwertigen Landschaft zur Verfügung gestellt.

Seit mehr als 30 Jahren verfüllen wir die andere Hälfte der Grube Lantershofen, also die verbliebene Grubenmulde, mit unbelastetem Erdaushub aus den örtlichen Baustellen. Besitzern von kleinen oder auch großen Erdaushubmengen bieten wir eine ortsnahe Entsorgungsmöglichkeit, die von Bauherren und Bauunternehmern ebenso wie von Kleinanlieferern gerne angenommen wird.

Durch die Verfüllung soll landwirtschaftliches Ackerland wieder hergestellt und der Landwirtschaft zurückgegeben werden. Über vier Hektar geht schon wieder der Pflug, weitere Ackerflächen werden sukzessiv mit der Verfüllung folgen, andere Flächen umsäumen als Naturstreifen die Grenzen der Grube und vernetzen diese mit dem Fuchsbach, dem Ringener und Lantershofener Wald, dem alten Bahndamm in Ringen und sogar mit dem Straßenbegleitgrün an der Landstraße 83 und am neuen Radweg.

In wenigen Jahren wird die Grube Lantershofen vollständig verfüllt und rekultiviert sein. Wenige hundert Meter gegenüber liegt die Tongrube Ringen. Hierhin wollen wir das bewährte Rekultivierungsverfahren, das wir seit mehr als dreißig Jahren praktizieren,  übernehmen: Sechs Hektar sind bereits rekultiviert für die Landwirtschaft,  die Bachaue des Ringener Bachs ist renaturiert, weitere Flächen werden sukzessiv folgen. Die verbleibende Grubenmulde wird wie in der Lantershofener Grube dann mit Erdaushub verfüllt und rekultiviert oder zur Naturentwicklung bereitgestellt.

Hinweis: Aus Sicherheits- und Naturschutzgründen besteht für die Gruben und das Naturschutzgebietes ein striktes Betretungsverbot.


Heißluftballon landet in Tongrube Lantershofen
Thomas Schaaf / 25. Juli 2013

18.7.2013. Nicht schlecht staunte Thomas Schaaf, Geschäftsführer der Lantershofener Tonbergbaufirma Kettiger Thonwerke über einen spätabendlichen Telefonanruf über das Firmentelefon: "Bitte schließen Sie uns die Schranke auf, wir kommen nicht zu unserem Ballon, der gerade in Ihrer Grube gelandet ist!" Nur zwei Minuten brauchte Schaaf, um die Begleitfahrzeuge an der Schranke zur Grube auszumachen, diese zu öffnen und zum Landeplatz in einem tiefer gelegenen Grubenteil vorzudringen. Tagsüber wird hier derzeit der Erdaushub der LKWs der Baustelle Umgehung Neuenahr abgefertigt, so dass eine größere Fläche entstanden ist, auf der sich prächtig mit dem Heißluftballon landen ließ. Zunächst wurde mit Seilen der Ballon am Begleitfahrzeug gesichert, bevor dann die Flug-Mannschaft und ihre Gäste aus dem Korb aussteigen durften. Mit der Entlastung des Korbes kann durchaus ein ungewolltes Abheben verbunden sein. Umgehend begannen die Arbeiten zum Einholen und Verstauen des Ballons.


Hinter den Sand-, Kies- und Lava-Boxen ist im tieferen Grubenbereich der Ballon gelandet.

Böen drücken den Herißluftballon hin und her.

Pilot Dr. Dr. Thomas Preisler von den ABC Ballonfahrten aus Köln erklärte den ungewöhnlichen Landepunkt so: " Von Düren kommend war es an der Zeit, vor Einbruch der Dunkelheit mit dem Verpacken fertig zu werden. In der weiteren Flugrichtung über Lantershofen und Neuenahr war kein späterer Landplatz mehr auszumachen gewesen." So musste denn die Grubenmulde zur Landung herhalten, eine etwas staubigere Angelegenheit als eine Landung auf der grünen Wiese.


Das Begleitfahrzeug sichert mit Seilen den Ballon. Die Heißluft wird abgelassen.

Brav hat der Ballon sich in den Staub gelegt.

Kettiger-Geschäftsführer Thomas Schaaf freute sich, dass bei der Landung alles glatt gegangen ist getreu dem Motto der Ballonfahrer "Glück ab, gut Land" und stellte fest, dass das Motto der Ballonfahrer sich vom Wunsch und Gruß der Bergleute "Glück auf" nur in der Richtung unterscheidet.


Das Einholen des Ballons schreitet fort.
Auch der Korb ist verstaut. Gute Heimfahrt.


Keto-Keramik „Wenn bei Capri die rote Sonne..."
Pressemitteilung Stadtverewaltung Bad-Neuenahr-Ahrweiler / TS / 19. Juni 2013

"Keramikausstellung zeigt Fernweh und Sehnsüchte der 50er Jahre

Das verträumte Paris, ein exotisches Mexiko oder Venedig in der Abendsonne waren beliebte Motive auf dem Keramikdesign der 1950er Jahre. Dass seinerzeit auch in Lantershofen bei den Kettiger Thonwerken und in Bad Neuenahr-Ahrweiler hochwertig gestaltete Vasen, Teller und Platten hergestellt wurden, welche Träume und Reiselust der damaligen Generation widerspiegeln, ist heute nahezu unbekannt.


Aus der Sammlung Kettiger Thonwerke, zur Verfügung gestellt 1999 von Resi Bell, Överich.


Aus der Sammlung Kettiger Thonwerke: Weniger häufige glasierte Stücke.


G
rund genug für das Museum der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, diesem Thema erstmals eine eigene Ausstellung zu widmen. Unter dem Titel „Wenn bei Capri die rote Sonne...“ – Fernweh und Sehnsüchte auf deutschem Keramikdesign der 50er Jahre von der Ahr bis zum Westerwald“ zeigt der Weiße Turm Ahr- und Keto-Keramik aus der 2011 an das Museum übergebenen Sammlung von Dr. Karlheinz von den Driesch. Die Keramik-Ausstellung ist eine Ergänzung zur bereits bestehenden Sonderausstellung „40 Jahre städtische Kunstsammlung“ und präsentiert ein interessantes Kapitel der Nachkriegsgeschichte im Stadtgebiet.


Sammlung Kettiger Thonwerke: Diverse Stücke in der typischen Engobe-Manier.
Sammlung Kettiger Thonwerke: Besondere späte Formen.

So umfasste die 1955 im heutigen Stadtteil Ahrweiler von Elmar Anders (ehemaliger Mitarbeiter der Keto-Keramik) gegründete Firma Ahr-Keramik eine breite Angebotspalette, hergestellt aus dem Ton der Lantershofener Tongrube. In Lantershofen selbst bestand bereits seit 1950 eine Werkstatt, die unter der Marke „Keto-Keramik“ dekorative Keramik fertigte. Nach Entwürfen junger Künstler und Keramiker entstanden in beiden Werkstätten eine Vielzahl von Gefäßen, die in ganz Deutschland Verbreitung fanden und in besonderem Maße den nach den entbehrungsreichen Nachkriegsjahren mehr und mehr aufkommenden Wunsch nach einer individuell gestalteten Wohneinrichtung dokumentieren.


Sonderanfertigung für das Familien-"Kinderfest" bei den Kettiger Thonwerken in den 60-er Jahren.


Keto-Keramik-Sammlung von den
Driesch: Paris, Montmartre.


Z
ur Eröffnung der Ausstellung sind alle Interessierten herzlich für Donnerstag, 27. Juni 2013, um 18 Uhr in das Museum der Stadt im Rahmen eines offenen Empfangs eingeladen. Hier haben die Gäste nach einem 20-minütigen Einführungsvortrag von Dr. Karlheinz von den Driesch Gelegenheit, sich die Ausstellungsstücke anzuschauen und sich über den bisherigen Stand der Recherchen zu informieren. Die Ausstellung ist bis zum 17. November 2013 zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen: mittwochs bis freitags 10 bis 17 Uhr, samstags 13.30 bis 17 Uhr und sonntags 10 bis 17 Uhr.

Bild links: Sammlung Kettiger Thonwerke, Sonderanfertigung anlässlich des "Tages der Dahlie" 1957. Inschrift: Tag der Dahlie Bad Neuenahr 1957. Zwischen den Dahlien sieht man das Kurhaus eingeritzt.

Dem Sammler Dr. Karlheinz von den Driesch gebührt herzlichen Dank für den Erhalt der Sammlung und der Übergabe an die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Die Keto-Keramik wurde 1948 bei den Kettiger Thonwerken eingerichtet. Allein in diesem Betriebszweig waren in der "Blütezeit" bis zu 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Künstlerische Boden- und Tischvasen, Tisch- und Wandteller, Bierkrüge, Wandplatten, Zierkeramik und Reiseandenken wurden in mehr als fünfzig Länder verschickt.

Wegen des hohen Personalbedarfs und der damit verbundenen hohen Kosten gab man diesen Betriebszweig aber Mitte der 60er Jahre wieder auf.


Traktorprofilbereifte Dumper im Einsatz
TS / 14. Oktober 2012


Gebrauchter Dumper wird angeliefert.

Im Jahre 2011 wurde probeweise ein gebrauchter Dumper angeschafft, um auch in der Nässeperiode Ton aus der Grube heraufholen zu können. Der Dumper wurde mit Spezialtraktorreifen ausgerüstet und ist so wesentlich besser als Drei- oder Vierachs-LKW auch bei schwierigen Witterungsverhältnissen einzusetzen. Da sich das Fahrzeug für diesen Zweck bewährt hat, konnte man zur Jahresmitte 2012 ein zweites Gebrauchtgerät dieser Bauart erfolgreich zum Einsatz bringen.


Baggerlöffel für neuen Bagger eingetroffen
TS / 27.Juni 2012


Grubenmeister Jasmin Ibrahimovic auf dem Lader und Firmenchef Thomas Schaaf laden die Schaufel ab.

Für den neuen Komatsu- Bagger, der in den nächsten Tagen aus England angeliefert werden soll, wurde jetzt die Schaufel per Spedition zugstellt, die als Spezialanfertigung für den Tonabbau ausgelegt ist.

Die Schaufel ist mit einem Wechselsystem für Zähne bzw. Schhneidplatte ausgerüstet, die jeweils entsprechend den Einsatzbedingungen gewechselt werden können.




Zwanzig Pappeln in Ringen an der L 83 gefällt

TS / 17. Dezember 2011

Vor beinahe dreißig Jahren wurden seitens der Kettiger Thonwerke entlang der L 83 in einem Grünstreifen vor dem Ort Ringen kleine, etwa mannshohe Pappelbäumchen angepflanzt. Sie sollten teils als Sichtschutz, teils als allgemeine ökologische Maßnahme und als Verbesserung des Ortsbildes dienen. In noch früheren Jahren befand sich im Bereich der jetzigen Ackerfläche von ca. 6 Hektar vor den jetzt beinahe zwanzig Meter hohen Pappeln die Tongrube "Rudolf" und die sogenannte "Plate'sche Grube". Im Laufe der Jahrzehnte ist der Tonabbau weiter in Richtung Karweiler geschritten bei steter Wiederauffüllung der ausgebeuteten Grubenmulde mit eigenem Abraum und nachfolgender Rekultivierung.


Alle Pappeln stehen noch.

Links stehen noch vier Pappeln, gleich sind auch sie gefällt.

Nachdem sich kürzlich einige Anlieger bei der Firmenleitung besorgt gezeigt hatten, die mittlerweile doch verhältnismäßig gewaltigen Bäume könnten bei Sturm eine große Gefahr für ihre Häuser und den Verkehr darstellen, entschloss sich die Geschäftsführung, die Bäume zur Gefahrenabwehr durch einen Fachbetrieb fällen zu lassen. Diese Arbeiten übernahm der Löhndorfer Forsttechnische Betrieb Nelles, der die Fällarbeiten komplett mit Absicherung der Straße und Verwertung des Holzmaterials fachmännisch zuverlässig und sehr zügig durchführte. Wegen der gleich neben den Pappeln verlaufenden Landesstraße und der ebenfalls sehr nahen Hochspannungsleitung war eine sorgfältige, genaue Fällausführung unabdingbar.


Die letzte Pappel fällt wie die anderen genau parallel zur Straße und zur Hochspannungsleitiung.

Am nächsten Morgen...

Im Zuge der für das kommende Jahr im Frühjahr geplanten Ausbauarbeiten durch die Landesstraßenverwaltung auch im Bereich der jetzt gefällten Pappeln sind weitere Fäll- und Rodungsmaßnahmen wegen der Straßenverbreiterung der Landesstraße 83 notwendig.



Neue Hinweisschilder aufgestellt - neue Tätigkeiten
28. September 2010

In Absprache mit dem Landesbetrieb Mobilität und der Gemeindeverwaltung stellten jetzt Mitarbeiter der Kettiger Thonwerke an den Einfahrten zur Tongrube Ringen und zur Grube Lantershofen neue Hinweisschilder auf.


Hinweisschild an der L83 wir aufgestellt.


Hinweisschild Kettiger Thonwerke Tongrube Ringen, Ahrtalstraße 43 - Verladung für LKW.

Die Aufstellung der Schilder war auch deswegen notwendig geworden, weil die Firma ihren Tätigkeitsbereich neben dem über hundert Jahre angestammten Tonbergbau in den letzten Jahren auch auf andere Bereiche ausgeweitet hat. So bietet der Betrieb im Bereich der Grube Lantershofen neben der Annahme von unbelastetem Erdaushub und Bauschutt auch vielfaltige Körnungen von Baustoff-Sorten wie Lava, Basalt, Sand und Kies zur Abholung an.


Hinweisschild für die Grube Lantershofen wird aufgestellt.

Hier geht's zur Grube Lantershofen mit der Annhmestelle für Erdaushub und Bauschutt. Baustoffangebote wie Lava, Sand, Basalt, Kies und Mutterboden werden vorgehalten, auch Brennholz gibt es.

Aktuell kann auch Brennholz erworben bzw. geliefert werden. Derzeit ist Buche 33cm lieferbar, in eigener Halle trocken vorgelagert; weitere Sortenangebote sollen folgen. Darüber hinaus wird derzeit ein Lieferservice eingerichtet, der nicht nur Baustofflieferungen wie Lava, Sand, Basalt, Mutterboden oder Abdichtungston, sondern auch Brennholzlieferungen umfassen wird. Wiederbelebt wird zukünftig auch der früher bereits erfolgreiche Betriebszweig Ausschachtung und Erdarbeiten.


Beinahe Ballonfahrer in Tongrube gelandet
10 Mai 2009

In diesen Tagen versuchte ein Ballonfahrer (bei trockenem Wetter und Boden) in der Tongrube Ringen zu landen und machte hierzu mehrere Versuche.


Der Heißluftballon versucht zu landen.

Wenige Meter weiter an der L 83 hatte sich schon die Begleitmannschaft mit ihrem Fahrzeug aufgestellt, die Mitfahrer, die Ballonhülle und den Korb zu bergen. Letzlich entschied sich der Führer des Heißluftballons aber doch nicht für eine Landung und "startete durch", obwohl er nur noch ein paar Meter bis zum festen Boden hatte. Vermutlich war ihm das leicht geneigte Grubengelände in diesem Bereich nicht eben genug. Glück Auf.

Südwestrundfunk in Ringen und Grube Rudolf
TS / 10. Februar 2009

Im Rahmen der Vorarbeiten für die arbeitstägliche Landesschau-Sendung stattete ein Südwestrundfunk-Fernsehen-Aufnahmeteam dem Grafschafter Ortsbezirk Ringen einen zweitägigen Besuch ab.


Damals (2006) beim Fund eines Mammutzahnes: Mitarbeiter Rainer Dünker (links) und Thomas Wollersheim freuen sich über das seltene Stück.
Heute (2009) nimmt das SWR-Aufnahmeteam Aufstellung im Besucherraum.

Unter Leitung von Redakteurin Anne Lambertsen erstellten die Fernsehleute ein Ortsportrait des Dorfes und Rathaussitzes und hatten sich daher auch im Ringener Tontagebau "Rudolf" und in der Lantershofener Verwaltung der Kettiger Thonwerke zu Fernsehaufnahmen angemeldet. Hintergrund für ihr Interesse an der Tongrube war auch der Fund eines eiszeitlichen Mammutzahnes im August 2006 in der Abraumüberdeckung des Tones.


Der SWR-Kameramann nimmt den Zahn aufs Korn.


Letzte Regieanweisung von Redakteurin Lambertsen (links) für die Fernseh-Aufnahme des Mammutzahnes in seiner Halterung.

Baggerführer Karl Herrmann aus Överich hatte ihn bei den jährlich im Sommer anstehenden umfangreichen Abraumarbeiten mit seinem Bagger ausgegraben und gerade noch rechtzeitig bemerkt. Nach einer Aufarbeitung durch das Archäologische Landesamt Koblenz hatte der Zahn jetzt einen Ehrenplatz im historischen Besucherzimmer der Kettiger Thonwerke erhalten.

  • Der Bericht über den Ort Ringen und den Mammutzahn wird gesendet am
    27. Februar 2009 im SWR - Fernsehen um 19.15. Uhr.

Neuer 30-Tonnen-Bagger angeliefert
TS / 14. November 2008

Ein neuer 30-Tonnen-Bagger des japanischen Herstellers Komatsu wurde jetzt von der Baumaschinen-Firma Fasieco in Koblenz auf dem Kettiger-Betriebshof per Tieflader angeliefert. In Zahlung genommen und gleich aufgeladen und abtransportiert wurde ein Caterpillar-Begger von 1992, der über 16 Jahre beste Dienste zunächst als neuer "Hauptbagger" im schweren Tonabbau, später dann als "Zweiter Bagger" in der nicht ganz so schweren Abraumbeseitigung geleistet hat.


Der neue Komatsu Raupenbagger wird vom Tieflader abgeladen.
Erstmalig kommt ein Bagger zum Einsatz, den nicht Liebherr oder Caterpillar heißt. Hersteller Komatsu und die Baumaschinenvetretung Fasieco hatten neben diesen Mitbewerbern ein so überzeugendes Gesamtangebot über Preis, technische Ausstattung und insbesondere auch die Werkstattbetreuung gemacht, dass die Entscheidung des Geschäftsführers Thomas Schaaf eindeutig für Komatsu ausfallen musste.

Alter Caterpillarbagger und neuer Komatsubagger sagen sich kurz "Guten Tag".

Etwas wehmütig verfolgen Chef und Mitarbeiter das Verladen des langjährig zuverlässigen Altgeräts Caterpillar.

Auch Baggerfahrer Karl Hermann, Werkstattleiter Reiner Dünker und Grubenmeister Jasmin Ibrahimovic waren vom Komatsu-Raupenbagger 290 schon bei einer Vorführung sehr angetan und überzeugten sich nach einer ausführlichen Einweisung durch Fasieco-Kundendienstleiter Willi Zils und Baumaschinenverkäufer Karl-Heinz Müller vor Ort in der Tongrube vom neuen Gerät.

Mädchen-Zukunftstag auch bei Kettiger Thonwerken
TS / 30. April 2008

Am 24. April 2008 gab's auch in den Kettiger Thonwerken einen Mädchen-Zukunftstag - auch Girls-Day gennant. Dieser Tag bietet Mädchen die Möglichkeit, frei von Geschlechterklischees hautnah in techniknahe Berufe bei Firmen hineinzuschauen. Nicole Hafeneger (15 Jahre) aus Wachtberg-Villip von der Mädchen-Realschule "Gertrud-Bäumler-Schule" in Godesberg hatte über Mitarbeiter Peter Zorn angefragt, ob sie mal für einen Tag in die Welt der Übertage-Bergleute reinschauen dürfe.

So konnte sie denn beinahe überall in der Tongrube Ringen mit Grubenmeister Ibrahimovic einmal hereinschnuppern: In die Abraumbeseitigung mit LKW (Herr Zorn) und Löffelbagger (Herr Hermann), den Tonabbau mittels Schaufelradbagger und Bandanlage bei Herrn Wollersheim oder aber die Einlagerung und Verladung von Ton. Hier durfte Nicole unter Anleitung von Firmenchef Thomas Schaaf und Verlader K.H. Sontag mit dem größten der vier Schaufellader selbständig fahren und arbeiten. Schaaf: "Nicole hat sich sehr geschickt mit dem großen Gerät angestellt".


Nicole vor dem goßen Schaufellader, mit dem sie auch selbst fahren durfte.

Grubenmeister Ibrahimovic (von links) mit Nicole und den Mitarbeitern Sonntag (Verladung), Dünker (Werkstattleiter) und Hecker (Elektromeister) vor der gerade reparierten Planierraupe.

Weiter gab es bei Werkstattmeister Dünker in der Reparaturwerkstatt viel zu sehen; hier wurde gerade die Planierraupe wieder zusammengebaut. Auch in der Grube Lantershofen, die mit Erdaushub verfüllt und rekultiviert wird, konnte Nicole bei Kippenwart Assenmacher bei der Annahme und Kontrolle von Erdaushub einen interessanten Einblick nehmen. Dort steht auch die LKW-Waage, mit der die ausgehenden Ton-Lastzüge verwogen werden.

Ein Besuch im Büro bei Frau Wieners, der einzigen Frau im Unternehmen, rundete den Tag ab. Im historischen Besucherzimmer der 108-jährigen Firma erläuterte der Firmenchef noch einige alte Utensilien wie den Sprengzünder für Sprengungen in der Grube, den schweren Telefonhörer der ehemaligen zum Ahrweiler Bahnhof führenden Seilbahn, eine mit Ringener Lehm gegossene Glocke oder auch die Vasen und andere Keramikteilen, die in den Jahren nach dem Kriegsende (1945) in der "Keto-Keramik" hergestellt wurden.

So war denn der Tag einigermaßen kurzweilig für Nicole. Auf die Frage vom Chef "Und? Wie war's?" war ihre knappe, aber wohl ehrliche Antwort: "Schööön!" Belegschaft und Firmenchef Thomas Schaaf jedenfalls wünschten ihr für die Zukunft alles Gute und "Glück Auf."

Girls'Day (Wikipedia)
Der Girls’ Day ist ein Aktionstag im Jahr, der speziell Mädchen und Frauen für technische und naturwissenschaftliche Berufe motivieren soll. Er soll dazu beitragen, den Anteil der weiblichen Beschäftigten in den sogenannten „Männerberufen“ zu erhöhen und damit den sich abzeichnenden Fachkräftemangel in der Industrie zu verringern. Insgesamt haben bereits etwa 800.000 Mädchen mitgemacht. Verschiedene Unternehmen, überwiegend in der Industrie, laden Mädchen ab der fünften Schulklasse in ihr Unternehmen ein und geben Gelegenheit, Arbeitsplätze in Technik, Naturwissenschaften, Handwerk und Informationstechnik kennenzulernen. Der größte Teil der Unternehmen und Institutionen (über 80 Prozent) lädt zum Girls’ Day interessierte Mädchen zu sogenannten „offenen Veranstaltungen“ ein. In einem kleineren Teil der Organisationen erhalten Mitarbeitertöchter die Gelegenheit, den Arbeitsplatz ihrer Eltern kennenzulernen. Üblicherweise wird der Girls’ Day von einem Rahmenprogramm begleitet, bei dem die Mädchen den Betrieb vorgestellt bekommen und Gelegenheit haben, selbst Fragen zu stellen und aktiv zu werden. In Deutschland ist der Girls’ Day eine Gemeinschaftsinitiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Initiative D21, der Bundesagentur für Arbeit, des Deutschen Gewerkschaftsbundes, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, des Zentralverbands des Deutschen Handwerks und des Bundesverbands der Deutschen Industrie. Die Bundesweite Koordinierungsstelle für den Girls’ Day ist beim Kompetenzzentrum Technik – Diversity – Chancengleichheit e. V. angesiedelt.

Mammut-Stoßzahn erhält Ehrenplatz bei Kettiger
TS / 30 April 2008

Im August 2006 hatten LKW-Fahrer Peter Zorn und Baggerführer Karl Herrmann im Ton-Tagebau "Rudolf" in Ringen in der bis zu zehn Meter starken Abraumüberdeckung einen ca. 1 Meter langen und 80 Millimeter starken Stoßzahn eines vorsintflutlichen Mammuts gefunden. Nachdem dieser Herrn Dr. Dr. von Berg vom Archäologischen Landesamt zu Koblenz zur Begutachtung und Konservierung übergeben worden war, kehrte er Anfang des Jahres restauriert zur Fundstelle Kettiger Thonwerke zurück.

Hier ließ ihn jetzt Firmenchef Thomas Schaaf von der Lantershofener Schlosserei Walter Steinheuer mit einer ansprechenden Aufhängung in Form des Bergmannszeichens Hammer und Schlägel fassen.


Erhielt einen Ehrenplatz im Besucherzimmer: Mammutzahn von August 2006. Schlosserei Steinheuer stellte die Halterung her.


Grubenmeister Fritz Breuer (links) und Peter Zorn präsentieren im August 2006 den Fund.


N
un hat der seltene Fund im historischen Besucherzimmer im Verwaltungsgebäude der Firma neben anderen alten Stücken aus der Firmengeschichte einen Ehrenplatz erhalten.

Glück Auf !