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Letzter Arbeitstag nach 46 Jahren bei den Kettiger Thonwerken
28. März 2007

Fritz Breuer nimmt Abschied und geht in Rente

Ein wenig Sentimentalität war zu verspüren in der letzten - verlängerten - Mittagspause von Grubenmeister Fritz Breuer bei den Kettiger Thonwerken. Nun war es wirklich so weit, der letzte Arbeitstag nach 46 Jahren bei dem Lantershofener Bergbauunternehmen war für ihn gekommen.

Im Aufenthaltsraum hatte sich die ganze Firmenmannschaft eingestellt, um bei einem vom Chef spendierten Mittagessen Abschied zu nehmen. Manche Episoden aus dem reichen Arbeitsleben von Fritz Breuer kamen hier nochmals zur Sprache. Firmenchef Thomas Schaaf dankte in einer kurzen Ansprache für die langjährige treue und höchst vertrauensvolle Zusammenarbeit, überreichte ein Lantershofener Likörpräsent insbesondere auch als symbolischen Dank an die Ehegattin des Grubenmeisters und wünschte alles Gute für die Zukunft im Rentnerdasein.


Firmenchef Thomas Schaaf (links) überreicht den "Nachtisch" für Fritz Breuer mit dem Bergmannsgruß.

Eingerahmt in Gold überreichte Schaaf auch den letzen von Fritz Breuer in seiner Eigenschaft als Grubenmeister unterzeichneten Tages-Arbeitsbericht - alle Mitarbeiter seines letzten Arbeitstages sind hierauf mit ihren Tagesarbeitsstunden verewigt.

Für die diesjährige Barbarafeier im Dezember, auf welcher Jubiläen und Abschiede besonders gewürdigt werden, versprach der Firmenchef noch eine weitere Überraschung.

Eine solche war Dorothee Schaaf, der Gattin des Chefs, bereits mit einem selbst gebackenen Donauwellenkuchen als Nachtisch gelungen. Das leckere Gebäck zierte der Gruß der Bergleute: "Glück Auf".

In einer kleinen Ansprache dankte Fritz Breuer insbesondere seinen Kollegen für die gute Zusammenarbeit und drückte die Hoffnung aus, dass das gute Arbeitsklima auch weiterhin bestehen möge und beschwor eine gute Zusammenarbeit untereinander in der Firma mit allen Mitarbeitern und mit den Kunden. Für die Mitarbeiter dankte Jasmin Ibrahimovic, Breuers Nachfolger als Grubenmeister, dem ausscheidenden Kollegen für die stets gute Zusammenarbeit und wünschte ihm und seiner Gattin für die Zukunft alles Gute.

Dank an ausscheidenden Grubenmeister Fritz Breuer
TS / 21. März 2007

Anlässlich des Ausscheidens des langjährigen Grubenmeisters Fritz Breuer aus dem Arbeitsleben bei den Kettiger Thonwerken waren jetzt Henk Hausoul und Marion Bouvrie von der niederländischen Mineralien-Firma Ankerpoort mit Sitz in Maastricht eigens angereist, um Breuer ihren persönlichen Dank für jahrzehntelange gute Zusammenarbeit auszusprechen.


Henk Hausoul und Marion Bouvrie von Ankerpoort (Mitte) und Firmenchef Thomas Schaaf (rechts) gratulieren Fritz Breuer.

Breuer arbeitet sei seinem sechzehnten Lebensjahr bei den Thonwerken und hat das seit dem Jahr 1900 bestehende Tonbergbauunternehmen seit fast 46 Jahren in allen Höhen und Tiefen begleitet.

Ankerpoort ist im Tonverkauf Handelspartner der Kettiger Thonwerke für die Niederlande seit weit mehr als 30 Jahren. Die erste Zusammenarbeit mit Maastricht für die Niederlande lief damals noch über die Firma Janssen-Eggels.

Bei einer Zusammenkunft in den Geschäftsräumen der Firma in Lantershofen und einem anschließenden Arbeitsessen, an dem auch Firmenchef Thomas Schaaf und Prokuristin Beate Wieners teilnahmen, gab es dann auch genug Gesprächsstoff aus alten und neuen Zeiten.

Zur Erinnerung und als Dank für die langen Jahre guter Zusammenarbeit überreichten die niederländischen Geschäftspartner Grubenmeister Fritz Breuer Erinnerungspräsente und wünschten dem angehenden Rentner, der noch im März seinen letzten Arbeitstag bei den Kettiger Thonwerken verbringt, für die Zukunft Gesundheit, alles Gute und Glück-Auf.

Neuer Liebherr-Lader 544 im Einsatz
TS / 20. November 2006


Neuer Liebherr-Radlader 544 im ersten Einsatz.

Nach mehr als 10.000 Arbeitsstunden wurde Mitte November das Hauptverladegerät Liebherr-Radlader 541 durch einen neuen Liebherr-Radlader 544 ersetzt. Lieferant war die

Gebr. Frank GmbH, Industriepark Kottenforst, Am Hambuch 14
53340 Meckenheim
Telefon: 0049 (0) 2225/ 91 91-0
E-Mail: info@baumaschinen-frank.de

Stabwechsel beim Grubenmeister im Frühjahr
TS / 30. Oktober 2006

Unser langjähriger Mitarbeiter und Grubenmeister Herr Fritz Breuer scheidet im Frühjahr 2007 nach über 46jähriger Tätigkeit aus unserem Unternehmen aus. Um einen reibungslosen „Stabwechsel“ zu erreichen, möchten wir Sie schon heute mit seinem Nachfolger, Herrn Jasmin Ibrahimovic, bekannt machen.


Jasmin Ibrahimovic, Fritz Breuer und Reiner Dünker.
Herr Ibrahimovic ist seit 1993 bei uns beschäftigt. Seine Haupttätigkeitsfelder waren die Ton-Förderung, die Abraumbeseitigung und die Ton-Verladung. Herr Ibrahimovic wird bereits seit einiger Zeit von Herrn Breuer und der Firmenleitung mit allen Vorgängen und notwendigen Tätigkeiten vertraut gemacht. Ab sofort hat er die Urlaubsvertretung für Herrn Breuer übernommen.

Im Vertretungsfalle und nach dem Ausscheiden von Herrn Breuer können Sie Herrn Ibrahimovic direkt erreichen unter seiner Firmenhandy-Rufnummer 0170-9652591 sowie weiterhin über den Festnetz-Anschluß der Grube Ringen 02641-79582. Über unseren Festnetzanschluss Hauptbüro Lantershofen 02641-26023 stehen Frau Beate Wieners und Herr Thomas Schaaf weiterhin auch vermittelnd zur Verfügung. Wie bisher bleibt auch ab dem Frühjahr 2007 die Vertretung des Grubenmeisters sowie die Leitung unserer Werkstatt in bewährter Form in den Händen von Werkstattmeister Herrn Reiner Dünker.

Wir hoffen und sind zuversichtlich, mit diesen Personalentscheidungen für unsere Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter weiterhin eine gute Zusammenarbeit zu ermöglichen.

Formwechsel der Firma in "Kettiger Thonwerke Schaaf & Cie. GmbH"
TS / 15. August 2006


Nach der Unterzeichnung (von links): Thomas Schaaf, Mariele Louen geb. Schaaf, Beate Wieners geb. Schaaf, Felizitas Louen geb. Schaaf, Martin Sachs geb. Schaaf und Hans-Günther Oberrecht von der Steuerberatungsgesellschaft Verhuelsdonk & Partner Koblenz.

Nach dem Beschluss der Gesellschafter der Firma Kettiger Thonwerke Schaaf & Cie. KG vom 22. Mai 2006 wurde mit Datum vom 15. August 2006 der Formwechsel der Kommanditgesellschaft (KG) Kettiger Thonwerke Schaaf & Cie. KG in die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)

Kettiger Thonwerke
Schaaf & Cie. GmbH
Geschäftsführer Thomas Schaaf

beim Amtsgericht Koblenz HRB 20289 eingetragen.

Eiszeitlicher Mammutstoßzahn in Tongrube gefunden
TS / 11. August 2006

In der über hundertjährigen Geschichte der Firma Kettiger Thonwerke mit Tongruben in Grafschaft-Ringen und Lantershofen ist so etwas noch nicht vorgekommen: In der bis zu zehn Meter starken Abraumüberdeckung über dem Ton fanden LKW-Fahrer Peter Zorn und Baggerführer Karl Herrmann einen ca. 1 Meter langen und 80 Millimeter starken Stoßzahn eines Mammuts. Das Mammut, eine Gattung ausgestorbener Elefanten, lebte in und kurz vor der letzten Eiszeit und starb vor ca. 10.000 Jahren aus unbekanntem Grunde aus. Mit zahlreiche Höhlenmalereien haben Menschen dargestellt, dass das damals häufig vorkommende Wollhaarmammut zu den Jagdtieren des späteiszeitlichen Menschen gehörte.


Grubenmeister Fritz Breuer und Mitarbeiter Peter Zorn (rechts) präsentieren den seltenen Fund.
Thonwerke-Chef Thomas Schaaf freute sich über den in hiesiger Gegend doch relativ seltenen Fund, der allerdings nach Aussage des Leiters des Paläontologischen Instituts der Universität Bonn, Prof. Dr. W. v. Koenigswald, auch wegen der Vielzahl solcher Funde keine paläontologische Besonderheit darstellt. Nach Koenigswald handelt es sich um den Stoßzahn eines weiblichen Mammuts, was sich an der Form erkennen lässt.

Gefunden wurde der Mammutzahn in der wohl pleistozänen, grünlichgrauen bis gelblichbraunen Gehängeschutt- und Lößlehm-Überdeckung des Tones in den Tongrube „Rudolf“ in Ringen. Als Pleistozän, früher auch Diluvium oder Eiszeitalter genannt, bezeichnet man die erdgeschichtliche Zeit von vor etwa 1,8 Millionen Jahren bis etwa 10.000 Jahre vor Chr.

Informiert vom Fund wurden auch Gemeinde- und Kreisverwaltung sowie das zuständige Landesdenkmalamt, das in den nächsten Tagen weitere Untersuchen anstellen will. Mit einer Störung des Bergbaubetriebes wird jedoch nicht gerechnet, wohl auch deswegen, weil der Stoßzahn in mehr als hundert Jahren Tongrubenbetrieb der einzige Fund dieser Art ist und weitere Anschlussfunde nicht zu erwarten sind.

Vor 100 Jahren : Beisammensein der Arbeiter des Tonwerks (1906)
Ahrweiler Zeitung vom 14. Februar 19006 / TS 25 Januar 2006

Lantershofen, 14. Februar. Mehrere Stunden gemütlichen Beisammenseins verlebten gestern die Arbeiter des hiesigen Tonwerkes mit ihren Aufsehern. Nachdem dieselben bis 4 Uhr nachmittags in der Tongrube beschäftigt gewesen waren, begaben sie sich zum hiesigen Winzervereinlokale. Der Ortsvorsteher sowie die Gemeinderatsmitglieder waren auch dort anwesend.


Tonabbau in der Grube Lantershofen in den 50er Jahren. Hier wird der Ton bereits mitttels Pressluftspaten abgebaut. Früher erfolgte das Tonstechen mit dem Tonspaten.

Bei Wein und einem guten Imbiß, welcher von der Firma gespendet wurde, ließ man es sich recht wohl sein. Der Verwalter, Herr Tiebes, teilte u.a. in einer Ansprache mit, dass für die Zukunft jährlich mehrmals ein solches Zusammensein gemäß Wunsch des Herrn Dr. Otto stattfinden würde.

Auch feierte der Redner Seiner Majestät den Kaiser durch ein Hoch, welches begeistert aufgenommen wurde. Der Wein, welchem gut zugesprochen wurde, sowie die humorvollen, von einigen Arbeitern vom Stapel gelassenen Vorträge versetzten die Kollegen in eine freudige Stimmung.Daß der Lantershofener Wein seine Wirkung nicht verfehlt hat, konnte man so recht erkennen, denn Arm in Arm gings später recht fidel dem Heime zu und mancher wird gesagt haben:

Die Arbeit wie das Spiel
Will seine Grenze haben,
Von beiden allzu viel
Kann der Mensch nicht gut ertragen.


Neues Grubenfahrzeug vom Autohaus Rausch in Adenau
TS / 5. November 2004

Einen neuen 2,5 Liter Diesel Pickup für den Grubenmeister zur Befahrung der Gruben und zum Erledigen von sonstigen Aufträgen konnte jetzt Kettiger-Geschäftsführer Thomas Schaaf im Autohaus Rausch in Adenau in Empfang nehmen.


Verkaufschef Jan Ackermann (rechts) vom Autohaus Rausch überreicht Schlüssel und eine Flasche Spezial-Rausch-Sekt an Thomas Schaaf. Foto: Edgar Rausch.

Nachdem der Vorgängerpickup mit fast 70.000 Kilometern in fast 7 Jahren, davon mehr als die Hälfte in schwerem und schwierigstem Gelände, bei Staub, Matsch und ziemlich extremen Verhältnissen klaglos und zuverlässig seinen Dienst versehen hatte, sollte er einen würdigen Nachfolger bekommen.

Auch bei anderen Fabrikaten hatte man sich umgeschaut und informiert, jedoch fand man keine besser geeignete Alternative für den rauhen Betrieb in einem Tongrubenbetrieb. Das neue Fahrzeug läuft jetzt als drittes Nissan-Pickup-Fahrzeug in Folge.

Erstmals wurde jetzt ein Fahrzeug beim Autohaus Rausch in Adenau gekauft. Trotz der relativ weiten Entfernung von 40 Kilometern gab es gute Gründe hierfür, nämlich angenehme Verkaufsgespräche, problemlose Bestellung, Lieferung und Abwicklung der Modalitäten und natürlich und ein sehr günstiger Preis. Für Inspektionen oder andere Leistungen ist ein Hol-und Bringdienst für das Fahrzeug möglich.

Gern gesehener Gast: Franz-Josef Schäfer (DRK)
TS / 2. November 2004

"Nach dem Rechten schauen" in der Werkstatt und am Verladeplatz der Kettiger Thonwerke an der Tongrube "Rudolf" bei Ringen kommt hin und wieder einmal aus der Ahrtalstraßen-Nachbarschaft Franz-Josef Schäfer, Schreinermeister-Rentner und Bereitschaftsführer des DRK-Ringen.


Franz-Josef Schäfer (links) im Gespräch mit Werkstattmeister Rainer Dünker und Grubenmeister Fritz Breuer (rechts).
Schäfer ist gewissermaßen noch immer "heimisch" in diesem Bereich, hatten doch die Kettiger Thonwerke dem Bereitschaftszug des Roten Kreuzes Ringen bis zum Neubau des Feuerwehr- und DRK-Neubaus am Rathausplatz entsprechende Räumlichkeiten lange Jahre in einem Betriebsgebäude zur Verfügung gestellt. Auch heute noch stellt Kettiger gerne Abstellplätze für die DRK-Fahrzeuge, z.B. bei Festen im neuen DRK-Haus, bereit.

Daher kreisen manche Gespräche zwischen ihm und den Kettiger-Leuten auch um "alten Zeiten", aber natürlich werden auch die neusten aktiuellen Nachrichten ausgetauscht.

BKR-Geschäftsführer besuchen die Kettiger Thonwerke
TS / 28. Oktober 2004

Neuer Geschäftsführer vorgestellt - Verbands- und firmenspezifische Fragen erörtert

Im Rahmen von Informationsgesprächen bei Mitgliedsfirmen des Bundesverbandes Keramische Rohstoffe (www.bkr-koblenz.de) mit Sitz in Koblenz besuchten Geschäftsführer Gerhard Schlotmann und Rechtsanwalt Matthias Schlotmann auch die Kettiger Thonwerke in Lantershofen / Grafschaft.


Firmenchef Thomas Schaaf erläutert Matthias (links) und Gerhard Schlotmann (rechts) historische Stücke aus dem Leben der Firma Kettiger Thonwerke: hier eine "Keto-Keramik"-Vase aus den 60er Jahren. Foto: RS.
Gerhard Schlotmann, der nach 32 Jahren Verbandsarbeit zum Jahresende in den Ruhestand tritt, besucht derzeit mit seinem Sohn Matthias Schlotmann als von den BKR-Gremien bestimmtem Nachfolger in der Geschäftsführung eine Reihe von Behörden, Firmen und anderen wichtigen Entscheidungsträgern, die in engem Zusammenhang mit der Arbeit im Bundesverband Keramische Rohstoffe stehen. Mit diesen informellen Gesprächen will Gerhard Schlotmann für eine reibungslose Übergabe der Geschäftsführung Sorge tragen.

So standen denn auch Themen aus dem Bereich der Zusammenarbeit mit den Behörden, aber auch Fragen und Probleme aus Sicht des Tonbergbaus im Mittelpunkt des Gespräches zwischen Firmenchef Thomas Schaaf, Volontär Roland Schaaf und den beiden Verbandsvertretern Schlotmann.

Gerhard Schlotmann dankte Roland und Thomas Schaaf für die kostenlose Erstellung und weitere Betreung der Verbands-Internetseite www.bkr-koblenz, die sich im Vergleich mit anderen Verbandsseiten durchaus sehen lassen könne. Gerne erinnerte sich Gerhard Schlotmann auch an die gute Zusammenarbeit mit dem 1991 verstorbenen Seniorchef der Kettiger Thonwerke, Franz Schaaf, der lange Jahre als Verbandsvorsitzender im BKR mitgewirkt hat.

Informationen zur allgemeinen geschäftlichen Situation im Bereich der Rohstoffbetriebe sowie Überlegungen zu zukünftigen Entwicklungen und Herausforderungen rundeten die informative Gesprächsrunde ab.

20.000 Quadratmeter Ackerland an die Landwirtschaft zurückgegeben
TS / 8. August 2004

Zusammenarbeit im Agrarbereich mit

Im Zuge der Erdaushubverfüllung der Grubenmulde der weitgehend ausgebeuteten Tongrube Lantershofen konnten die Kettiger Thonwerke in Lantershofen jetzt wieder einen weiteren Rekultivierungsabschnitt mit ca. 20.000 Quadratmetern (2 Hektar) für landwirtschaftliche Zwecke herrichten. Die Bearbeitung der fertiggestellten Oberfläche übernahm hierbei der Agrarbetrieb Althausen-U/nternehmen aus Odendorf. Der Rekultivierungsplan der Grube sieht unterschiedliche Nutzungen insbesondere für Zwecke der Landwirtschaft, der Forstwirtschaft und des Naturschutzes vor.


Die letzte Schicht Erde wurde 2002 eingebaut und die Oberfläche jetzt mit Mutterboden vorwiegend aus dem laufenden Abraumbetrieb der Tongrube Ringen verbessert.

Schwere lanwirtschaftliche Traktoren bereiten das Feld vor.

In den 70er und 80er Jahren wurden bereits ca. 5 Hektar der Forstwirtschaft zugeführt und 9 Hektar Sukzessionsflächen zur natürlichen Entwicklung angelegt, die später durch die Bezirksregierung Koblenz als als Naturschutzgebiet ausgewiesen wurden.

Nachdem in der verbliebenen Grubenmulde in den letzten Jahren Füllmaterialien wie Erdaushub aus Kellerausschachtungen oder Aushub aus dem öffentlichen Kanal- und Straßenbau Verwendung zur Füllung des Tagebaus gefunden hatten, wurde jetzt die endgültige Fertigstellung einer größeren Fläche bei Ringen im nördlichen Grubenbereich möglich. Durch Aufbringung von Mutterboden und anschließender mechanischer Bearbeitung mit Lockerungsgeräten konnte die ehemalige Tongrubenfläche wieder in den ursprünglichen Zustand mit landwirtschaftlicher Nutzung zurückgeführt werden.


Bodenlockerung mit dem Grubber.

Im Hintergrund Ringen / Bölingen.

Die Bereitstellung weiterer abgrenzender Sukzessions- und Böschungsflächen für natürliche Entwicklungen im Sinne einer Vernetzung mit dem bestehenden Naturschutzgebiet begleiteten die Rekultivierungsmaßnahme. Je nach Entwicklung der Anlieferungsmengen aus der Bauwirtschaft werden in den nächsten Jahren weitere Flächen rekultiviert und der Landwirtschaft zurückgegeben werden können.


Partner bei der Rekultivierung ist der Agrarservice Althausen aus Odendorf, der vor Jahren auch die 5-Hektar-Rekultivierung an der Ringener Grube durchgeführt hat.

Fertig bearbeitetes Feld, im Hintergrund sieht man die zum Ort Ringen abgrenzenden Baumbepflanzungen und Sukzessionsflächen zur natürlichen Entwicklung.

Für die jetzt fertiggestellten Fläche ist für den Herbst die erste Einsaat vorgesehen. Ob noch weitere Bodenverbesserungen wie Tiefenlockerung und Aufbringung von Humus zweckmäßig sind, werden entsprechenden Beprobungen und die Ergebnisse der ersten Nutzungsperiode ergeben.

40-jähriges Firmenjubiläum
TS / 3. August 2004

Bereits das zweite 40-jährige Betriebsjubiläum im neuen Jahrhundert feierte in diesen Tagen die alteingesessene Lantershofener Tonbergbaufirma Kettiger Thonwerke. Nach dem Ehrentag von Grubenmeister Fritz Breuer im Jahr 2002 konnte Firmenchef Thomas Schaaf im Rahmen einer kleinen Feierstunde Elektromeister Kurt Mundt aus Karweiler die Ehrenurkunde der Industrie- und Handelkammer Koblenz und einen Umschlag mit einem "Jubiläumsdankeschön" überreichen.


Geschäftsführer Thomas Schaaf, Jubilar Kurt Mund und Grubenmeister und Obmann Fritz Breuer.

Mit dabei auch Prokuristin Beate Wieners (links) und die Ehegattin des Jubilars (2. v. rechts.

Kurt Mundt, der noch in Ostpreussen seine Elektroausbildung erhalten hatte, verschlug es durch Vertreibung nach Ahrweiler, wo er zunächst bei den Rekofa-Werken in Walporzheim arbeitete. Mehr zufällig hatte Mundt von Arbeitskollegen von dem 1900 gegründeten Bergbauunternehmen Kettiger Thonwerke gehört, wurde dort vorstellig beim damaligen Betriebsleiter Wilhelm Endlich und erhielt sogleich eine Zusage für die Elektrowerkstatt unter dem damaligen Elektromeister Josef Münch. Auf die Frage zum Arbeitsbeginn erhielt Mundt die überraschende Antwort: "Morgen können Sie anfangen". So begann für ihn am 3. August 1964 ein neuer Abschnitt, von dem er heute sagt: "Insgesamt eine gute Zeit, vor allem auch die Arbeit an frischer Luft und mitten in der Natur." Ein Beispiel hierfür nannte er auch, nämlich die regelmäßige Kontrolle und Sicherstellung der betriebswichtigen damals noch firmeneigenen Wasserversorgung aus dem Lantershofener Wald.

In den Kettiger Thonwerken waren die 50er- und 60er-Jahre gekennzeichnet durch eine starke Mechanisierung und Elektrifizierung des Tonabbaus, so dass eine erhöhte Zahl handwerklicher Fachkräfte zur Installation, Wartung und Pflege der technischen Einrichtungen notwendig wurde. Beispielhaft seien hier genannt die betriebseigenen Hoch- und Niedrigspannungsstationen, die 1964 angeschafften Förderbandanlagen, Elektro-Schaufelradbagger mit ihren schweren Motoren oder aber auch die Steuerung der Flüssiggasanlage, welche die notwendige Energie für die Schacht- und Rundöfen der Schamottebrennerei lieferten. Nach der Pensionierung seines Vorgängers übernahm Mundt als Leiter der Elektrowerkstatt verantwortlich die Pflege und Wartung all dieser technischen Geräte.

Firmenchef Thomas Schaaf war es ein großes Anliegen, Kurt Mundt für seine treuen Dienste über vier Jahrzehnte hinweg herzlich zu danken und meinte: "Ohne solche zuverlässigen und erfahrenen Mitarbeiter kann kein Unternehmen dauerhaft existieren." Insbesondere dankte er Mundt auch dafür, dass er jahrzehntelang mehr oder weniger rund um die Uhr bei Störungen wie Motorausfall in der 24-Stunden-Brennerei oder bei Pumpenausfall in den Gruben auch an Wochenenden oder Feiertagen stets zur Verfügung stand und die Firma nie im Stich ließ, wenn es galt, weiteren Schaden abzuwenden.

Glockenguss in Maria-Laach mit Lehm aus der Tongrube Ringen
TS / 3. August 2004

Wenig bekannt ist die Tatsache, dass seit einigen Jahren zu den traditionellen Bewirtschaftungsbetrieben des Klosters Maria-Laach eine weitere Abteilung hinzu getreten ist, eine kleine Glockengießerei.


Der Laacher See.

In der Glockengießerei-Abteilung des Klosters Maria Laach.

Diese hat sich mehr oder weniger zufällig entwickelt unter der Federführung von Bruder Michael, der sich im Rahmen seiner Tätigkeit als Glockenbeaftragter des Bistums Trier allgemein mit dem Thema "Glocken" zu befassen hatte, sich interessiert weiterbildete und in diesem Zusammenhang dank guter Kontakte zu einer Glockengießerei spezielles Wissen um die Geheimnisse der Glockengießerei aneignen konnte.


Gegossene Glocken der Vortage werden ausgegraben.

Eine von mehreren Glocken aus dem letzten Guss.

Auf der Grundlage dieses Wissens und durch andere glückliche Umstände begünstigt, entwickelte Bruder Michael eigene Verfahren und Wege zum erfolgreichen Glockenguss, auch der Einsatz spezieller Materialien zur Formherstellung spielte bei der Entwicklung eine erhebliche Rolle.


Bruder Michael prüft die Temperatur: 1040 Grad zeigt der Fühler an. Noch zu wenig Temperatur für einen Guss.

Heiß brodelt das flüssige Metall, laut gibt das Brennergebläse sich Mühe, die Kesseltemperatur hoch zu bringen.

So gelangte Bruder Michael zu Beginn seiner Aufbautätigkeit der Gießerei auf der Suche nach geeignetem Lehm zur Formgebung auch zu den Kettiger Thonwerken in Lantershofen, deren Tongrube "Rudolf" in Ringen als Überlagerung des Tones starke Lehmschichten aufweist.


Und immer wieder prüft Bruder Michael das glühende Material.

Letzte Besprechung vor dem Guss.

Nach einer erfolgreichen Probe lieferte man dann mit einem 3-Achser-LKW eine erste Fuhre an, die für einige Zeit dann ausreichte.


In gespannter und freudiger Erwartung : Fritz Breuer, Christel Althausen, Erika Breuer, Dorothee Schaaf und Hans Althausen.

Br
uder Michael und sein Assistent prüfen nochmals das geschmolzene Metall.

Weitere Fuhren folgten in den nächsten Jahren und es entwickelte sich sozusagen ein gegenseitiges neugieriges Interesse zwischen Lieferfirma und Glockengießerei.


Die Schlacke wird abgenommen. Sie wird bei hoher Temperatur auf den flüssigen Metall abgeschieden. Dann: Das "Vater unser" und "In Gottes Namen: Amen".

Der erste "Löffel" mit flüssiger Legierung wird entnommen.

Die Begeisterung und der Einsatz des Bruders Michael für die Glockengießerei färbte im Verlaufe der Jahre auf die Mitarbeiter der Kettiger Thonwerke ab, da im normalen Geschäftsbetrieb eine Lieferung an eine Glockengießerei einer berühmten Klosterabtei schon als etwas Besonderes empfunden wurde.


Möglichst schnell wird die flüssigglühende Masse in die erste der drei Glocken eingefüllt.

Es zisch, brodelt und qualmt, bald ist der erste leere Glockenraum gefüllt.

Bruder Michael dankte der Firma und Grubenmeister Fritz Breuer für ihr Engagement in Sachen Glockengießen mit dem Angebot, zwei kleine Glocken mit entsprechenden Widmungen herstellen zu wollen.


Die beiden nächsten Glocken werden gefüllt.

Feuer, Glut, Spritzer und Hitze: gleich ist's geschafft.

Heute war es dann soweit, der Guss war bestens vorbereitet, Firmenchef und Grubenmeister durften mit Begleitung beim Glockenguss dabei sein. Nach der gehörigen Einheizung des Kessels bis auf 1200 Grad, einer Besichtigung der kleinen Gießerei, weiteren Vorbereitungen und abschließend dem Gebet "Vater unser" folgte gewissermaßen der Richtspruch der Glockengießer: "In Gottes Namen: Amen!"


Starke und freudige Entspannung bei Gießern und Gästen: "Das war's!" Bleibt die Hoffnung auf ein gutes Ergebnis.

N
ach dem Guss erläutert Bruder Michael entspannt das Entstehen einer Glockenform, hier mit einer Glockenschablone.

In wenigen Minuten war die flüssigheiße rote Metallglut von Bruder Michael und seinen Helfern geschöpft und durch die erhitzten Fülllöcher in die Glockenform eingegeben.


Der Lehm aus der Ringener Tongrube, der Verwendung beim Aufbau der Glockenformen findet.

Der Lehmvorrat von Bruder Michael aus anderer Perspektive: vor der Kapelle Maria-Laach, die hinter der Hauptkirche zu finden ist.

Jetzt machte sich Entspannung und Erleichterung nicht nur bei den Gießer-Brüdern breit und erwartende Hoffnung auf ein gutes Gußergebnis stellte sich.

Morgen abend wir das Ergebnis vorliegen. Haben die Mühen gelohnt?

40-jähriges Firmenjubiläum
TS / 27. November 2001

Ein heutzutage seltenes Jubiläum konnte man in einer kleinen internen Feierstunde in den Räumen der Kettiger Thonwerke in Lantershofen begehen: Grubenmeister Fritz Breuer arbeitet seit 40 Jahren ununterbrochen mit im Tonbergbaubetrieb und bei der Baustoffaufbereitung.


Geschäftsführer Thomas Schaaf und Prokuristin Beate Wieners überreichen dem Jubilar Fritz Breuer aus Oeverich die Urkunde der Industrie- und Handelkammer für 40-jährige treue Mitarbeit in der Firma Kettiger Thonwerke und eine handgeschnitzte Barbarafigur aus dem Kleinen Walsertal. Mit dabei: Erika Breuer, die den Tipp für dieses Geschenk gab.

Für die Kettiger Thonwerke, ein Tonbergbau-Familienbetrieb seit über hundert Jahren, nahm Geschäftsführer Thomas Schaaf das Jubiläum zum Anlass, ihm für diese langjährige Treue zur Firma zu danken und seine Verdienste für das Wohl der Firma und den Einsatz für die Mitarbeiter als langjähriger Obmann herauszustellen.

Arbeitsstart für den damals 17-jährigen Fritz Breuer war am 27. November 1961. Breuer heute: "Wenn ich mir damals vorgestellt hätte, 40 Jahre bei dieser Firma zu bleiben, dann wäre ich wahrscheinlich gleich "stiften" gegangen". Doch es sollte anders kommen.

Als Sohn einer Oevericher Landwirtfamilie hatte er schon frühzeitig die Arbeit in der Landwirtschaft kennen gelernt. Da aber der landwirtschaftliche Betrieb nicht genug "Taschengeld" abwarf, meldete er sich im November 1961 samstags bei den Kettiger Thonwerken. Schon am darauffolgenden Montag konnte er beginnen: Bei der LKW-Verladung musste er die mit Ton vollgeladenen Kipploren aus der Lantershofener Grube über ein Schuppen-Förderband auf die Lastwagen entleeren. Nach vielfältigen Aufgaben wie zum Beispiel die Beschickung der damaligen Seilbahn, die Bedienung der Stapler- und Schauffelladergeräte und die Betreuung der Pressenanlagen folgte nach der Schließung der Schammottebrennerei im Jahre 1982 der Wechsel zur Tongrube Ringen, wo ihm seit 1991 auch die technische Gesamtverantwortung für die Gruben Lantershofen und Ringen als Grubenmeister übertragen wurden.

Rückblickend meint Fritz Breuer zu seinem Jubiläum: "An einem solchen Tag wie heute kommen einem doch ganz andere Gedanken. Man sieht 40 Jahre vor sich nochmals ablaufen. Höhen und Tiefen in der Firma habe ich mitgemacht. Erfolge und Misserfolge wechselten sich ab. Entlassungen, Kurzarbeit und Vollbeschäftigung gaben sich die Hand." Weitere Erinnerungen werden wach: "An Franz Schaaf, Peter Schaaf, an Kollegen und Arbeitsverhältnisse, an die beiden Schornsteine, an die Keramik."

Gerne erinnert sich auch der heutige Geschäftsführer der Kettiger Thonwerke, Thomas Schaaf, an die 60er Jahre im Betrieb: "Bei Fritz Breuer an der Ton-Presse, dem Herzstück der Schamottebrennerei, war immer etwas los. Er und auch seine Kollegen ließen mich, gerade war ich vierzehn oder fünfzehn Jahre alt, mit dem Schaufellader die Presse mit Ton befüllen. Oder ich durfte mit dem Stapler die fertig gepressten Tonbatzen auf den Paletten wegfahren. Das geschah jedoch alles ohne die Erlaubnis meines Vaters".

Als kleine Anerkennung für seine Verdienste überreichte Thomas Schaaf dem Jubilar ein Urkunde und eine goldene Anstecknadel der Industrie- und Handelskammer Koblenz sowie eine handgeschnitzte Statue der hl. Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute. Mit dieser Figur hat es eine besondere Bewandtnis: Sie stammt aus der Schnitzerei Müller im Kleinen Walsertal, wo Fritz Breuer mit seiner Frau Erika seit langen Jahren regelmäßig Urlaub machen. Erika Breuer hatte Firmenchef Thomas Schaaf den Tipp für dieses Erinnerungsgeschenk gegeben: "Fritz hat die Figuren im Schaufenster der Schnitzerei stets bewundert". Über E-Mail-Kontakt und elektronischen Bilderversand schaffte es Thomas Schaaf dann noch rechtzeitig, zum Jubiläumstermin die Figur zu beschaffen. Selbstverständlich durfte auch ein weiteres Symbol der Bergleute, die Grubenlampe, als Anerkennung nicht fehlen.