Das Kannebäckerland

Ich habe euch ja schon von meinem Freund Franz Ton aus dem Westerwald erzählt. Dieses Gebiet nennt man wie gesagt Kannebäckerland. Nun möchte der Franz euch unbedingt mehr darüber erzählen und weil er mein bester Freund ist, denke ich, wir sollten ihn auch mal zu Wort kommen lassen. Außerdem ist das total interessant, was er alles weiß. Einiges wird euch bekannt vorkommen, aber ihr erfahrt auch etwas über Töpfereien, Tongießereien und was glaubt ihr wohl wo die Pfeifen der Martinsweckmänner herkommen? Na dann lasst euch mal überraschen.

Ach, eins muss ich noch dazu sagen, wundert euch nicht über seine Art zu erzählen, er ist na ja etwas vornehmer als ich. So nun will ich euch aber nicht länger auf die Folter spannen.

Also ich möchte mich zuerst einmal vorstellen, ich heiße Franz Ton und komme aus der Nähe von Montabauer.

Damit ihr ungefähr wisst wo das liegt, habe ich euch eine Karte gemalt. Hierin sind auch die Tonvorkommen in unserer Gegend eingezeichnet.

Im südwestlichen Teil des Westerwaldes – also im Winkel zwischen Rhein und Lahn – liegt das Kannebäckerland. Dieser Name ist erst spät und aus wirtschaftlichen Gründen entstanden. An vielen Stellen kommt in meiner Heimat Ton vor, aber nur da, wo dieser Ton verarbeitet wird, ist das eigentliche Kannebäckerland.